Podiumsgespräch zum Abschluss der Ausstellung "Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?" am 30.03.2009
24.03.2009
Am Montag, den 30. März 2009, 19 Uhr, bildet die Podiumsdiskussion "Antisemitismus und Antizionismus im 21. Jahrhundert" den Abschluss des Begleitprogramms des Kulturreferats der Landeshauptstadt München zur Ausstellung "Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?".
Die Veranstaltung findet im Gasteig, Black Box, 1. Stock, statt. Der Eintritt ist frei.
Unter der Moderation der Münchner Journalistin Dietlind Klemm diskutieren
- Prof. Wolfgang Benz (Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung Berlin)
- Dr. Oliver Decker (Friedrich-Ebert-Studie über Antisemitismus und Rechtsradikalismus, Universität Leipzig)
- Dr. Julia Iser (Wissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Vorurteilsforschung, Augsburg)
- David Gall (Herausgeber des Internetportals haGalil.com)
über die historischen und aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus und Antizionismus und über die Frage, wie diese in etablierten Teilen der Mehrheitsgesellschaft nach wie vor präsent sind.
Das Podiumsgespräch wie auch die Ausstellung, die noch bis zum 31.03.2009 zu sehen ist (täglich 9 bis 23 Uhr, Gasteig, Rosenheimer Straße 5, Glashalle, 1. Stock; Eintritt frei) beschäftigen sich mit aktuellen Formen des Antisemitismus in Deutschland und Europa. Es wird die Frage gestellt, wie sich judenfeindliche Stereotype in allen gesellschaftlichen Gruppen bis heute gehalten haben und wie sie immer wieder virulent werden. Der zeitgenössische Antisemitismus unterstellt Jüdinnen und Juden - an antisemitische Verschwörungstheorien und Allmachtsphantasien anknüpfend -, Einfluss auf Finanzwelt, Wirtschaft, Medien und Politik auszuüben und damit das Weltgeschehen mit zu bestimmen. Solche Stereotype werden hinterfragt und die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Antisemitismus analysiert. Es wird zudem darüber diskutiert, wie das Thema Antisemitismus auch heute noch in öffentlichen Diskursen und den verschiedensten gesellschaftlichen und sozialen Milieus auftritt.
Weitere Informationen unter: www.ns-dokumentationszentrum-muenchen.de und bei der Pressestelle des Kulturreferats, Telefon 089 / 233-2 60 05 oder unter presse.kulturreferat@muenchen.de.

