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Opfer der NS-Verfolgung: Perlacher Forst

Hingerichtet in München-Stadelheim.
Opfer nationalsozialistischer Verfolgung auf dem Friedhof Perlacher Forst

Die Justizvollzugsanstalt Stadelheim mit ihrer Hinrichtungsstätte war einer jener Orte, an denen die Schicksalslinien des deutschen mit denen des europäischen Widerstandes zusammenliefen. Das Sammelgrab II auf dem Friedhof am Perlacher Forst ist ein bleibendes Zeugnis dafür.

Auf Beschluss des Münchner Stadtrats wurden 1954 die sterblichen Überreste von 95 Opfern der politischen Justiz des NS-Regimes, die in den Jahren 1942–45 im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet worden waren, aus Reihengräbern in ein Sammelgrab umgebettet. Es erhielt die Bezeichnung „Sammelgrab II/KZ Ehrenhain II“. Damit sollte eine würdige letzte Ruhestätte geschaffen werden. Das Sammelgrab II war jedoch ausschließlich durch Bepflanzung markiert und geriet daher bald in Vergessenheit.

Zu Hans Leipelts 75. Geburtstag am 18. Juli 1996 erwirkte seine ehemalige Lebensgefährtin Marie-Luise Schulze-Jahn, dass ein Grabstein errichtet wurde, der die Namen aller dort Bestatteten trägt. Damit wurden die Toten aus der Anonymität geholt, die ihnen das NS-Regime zugedacht hatte. Fünfzig Jahre später ist die letzte Ruhestätte auffindbar, die Namen sind auf dem Grabstein vermerkt.

Die Aufhebung der Anonymität jedoch ist erst dann wirklich gelungen, wenn sich mit dem Namen auch die Vorstellung von einem Menschen und seiner Lebensgeschichte verbindet. Dies will die vorliegende Publikation leisten. Zudem wird ein Einblick in die Funktionsweise der nationalsozialistischen Terrorjustiz und in die Vielfalt, Internationalität und auch die Widersprüchlichkeit des Phänomens „Widerstand“ möglich.

 

Hier können Sie den Band als PDF herunterladen:

Hingerichtet in München-Stadelheim - Cover

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Irene Stuiber, Hingerichtet in München-Stadelheim. Opfer nationalsozialistischer Verfolgung auf dem Friedhof Perlacher Forst. Mit einer Einleitung von Jürgen Zarusky, herausgebeben vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, München 2004

ISBN 3-8334-0733-6

 

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