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Kostenrahmen für das NS-Dokumentationszentrum zwischen Stadt und Freistaat geklärt

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27.09.2006

Pressemeldung des Kuratoriums NS-Dokumentationszentrum, 27.09.2006

Pressemeldung des Kuratoriums NS-Dokumentationszentrum, 27.09.2006

München. Am Mittwoch, 27.09.2006, tagte unter dem Vorsitz von Bundesminister a.D. Dr. Theo Waigel das Kuratorium für das Münchner NS-Dokumentationszentrum, um über den Kostenrahmen und die Antragsstellung beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien zu beraten.

Bereits am 19.07.2006 hatte das Kuratorium die Empfehlungen des wissenschaftlichen Beirats für die konzeptionelle Ausrichtung des NS-Dokumentationszentrums mit eigenen Maßgaben verabschiedet. Auch die Vollversammlung des Stadtrats befürwortete den Entwurf am 26.07.2006 einstimmig. Auf dieser Grundlage hat das Kulturreferat der Landeshauptstadt ein Nutzerbedarfsprogramm sowie zusammen mit dem Baureferat eine Machbarkeitstudie erstellt. Wichtigstes Ergebnis: Das NS-Dokumentationszentrum kann entsprechend der gewünschten Konzeption auf dem Gelände des ehemaligen "Braunen Hauses" errichtet werden. Das Gebäude wird eine Dauerausstellung, einen Bereich für Wechselausstellungen sowie einen großen Bildungsbereich mit Seminarräumen, Bibliothek etc. umfassen. Auch der Freistaat hat mit der Entscheidung, das Grundstück ohne Anrechnung auf den Finanzierungsanteil zur Verfügung zu stellen, eine entscheidende Weichenstellung ermöglicht. Das Kuratorium zeigte sich von diesen Ergebnissen sehr beeindruckt. Der Vorsitzende Dr. Waigel würdigte im Namen des Kuratoriums die außerordentlichen Leistungen aller beteiligten Referate und sprach dem Freistaat Bayern für seine zeitgerechte Entscheidung seinen besonderen Dank aus.

In einer ausgesprochen konstruktiven Arbeitsatmosphäre verständigten sich Landeshauptstadt und Freistaat einvernehmlich auf die Finanzierung des Projekts: Für die Realisierung des Dokumentationszentrums sollen 30 Millionen Euro aufgewendet werden. Dies ist die Obergrenze, auf die sich Stadt und Freistaat geeinigt haben. An diesen Gesamtkosten soll sich der Bund zu einem Drittel beteiligen. Die Stadt ist alleinige Bauherrin und wird nach der Fertigstellung den Betrieb des Hauses tragen.

Damit sind die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern in der Verwirklichung dieses erinnerungspolitisch so wichtigen Projekts einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Am Donnerstag, 28.09.2006, wird der Stadtrat endgültig über das Projekt entscheiden. Der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Waigel wies noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass die Realisierung des Projekts nur gewährleistet sei, wenn der Bund sich zu einem Drittel an den Investitionskosten beteilige. Dazu werde im Oktober beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien ein Antrag auf Förderung gestellt. Gleichzeitig forderte Dr. Waigel alle Beteiligten auf, die politisch Verantwortlichen des Bundes zu einer Unterstützung des Vorhabens zu bewegen.

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