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Kulturausschuss beschließt Finanzierung des NS-Dokumentationszentrums

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Sep 29, 2006

Pressemeldung der Landeshauptstadt München, 29.09.2006. Kulturreferentin Lydia Hartl: Ein entscheidender Schritt für die Projektrealisierung

Kulturreferentin Lydia Hartl: Ein entscheidender Schritt für die Projektrealisierung

Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt München hat heute die Finanzierung des NS-Dokumentationszentrums beschlossen. Stadt und Freistaat sind sich einig, die Kosten von bis zu 30 Millionen Euro in einer Drittelfinanzierung mit dem Bund zu teilen. Ein Antrag beim Bund wird im Oktober eingereicht.

Das Kulturreferat hat mit Auftrag des Stadtrats vom 25.07.2006 ein Nutzerbedarfsprogramm sowie in Zusammenarbeit mit dem Baureferat eine Machbarkeitsstudie entwickelt sowie eine Kostenschätzung vorgelegt. Wichtigstes Ergebnis: Die Realisierung der Einrichtung im Rahmen der konzeptionellen Vorstellungen aller Beteiligten als innovativer Lernort ist nun am authentischen Ort, auf dem Gelände des ehemaligen "Braunen Hauses", ohne Abstriche an die gewünschte Größenordnung möglich. Das Gelände selbst wird vom Freistaat kostenfrei für das Projekt zur Verfügung gestellt werden.

Bereits gestern hatten sich in der Sitzung des Kuratoriums Stadt und Freistaat über den Kostenrahmen verständigt. Insgesamt wurde ein Bedarf von etwa 34 Millionen Euro ermittelt. Für die Antragstellung beim Bund wurde jedoch ein Kostendeckel von 30 Millionen Euro festgelegt; darüber hinaus gehende Kosten wird die Landeshauptstadt München tragen. Kulturreferentin Prof. Dr. Dr. Lydia Hartl freut sich: "Bis vor kurzem war noch nicht abzusehen, dass wir mit dem Projekt in so kurzer Zeit tatsächlich so weit kommen würden. Die heutige Entscheidung des Stadtrats ist ein entscheidender Schritt hin zur tatsächlichen Realisierung dieses erinnerungspolitisch bundesweit so bedeutenden Projekts."

Damit ist nun der Weg frei für eine Antragstellung beim Bund: Dieser soll sich zu einem Drittel an den Kosten beteiligen. Noch im Oktober wird ein entsprechender Antrag beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, in Berlin vorgelegt. Eine Entscheidung wird bis Jahresende erwartet. Die verbindliche Zusage des Bundes ist für den Freistaat wie auch die Stadt Voraussetzung dafür, dass mit der konkreten Umsetzung des Projekts begonnen werden kann.

Das NS-Dokumentationszentrum wird als Ausstellungsort mit einer umfangreichen, eigenständigen Bildungsarbeit geplant. Von besonderer konzeptioneller Bedeutung ist die Einbeziehung der historischen Topographie im Umfeld des Königplatzes. Die Trägerschaft und den Betrieb des Dokumentationszentrums wird die Landeshauptstadt München übernehmen.

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