Vollversammlung des Stadtrats beschließt Finanzierung des NS-Dokumentationszentrums
06.10.2006
Pressemeldung der Landeshauptstadt München, 06.10.2006. Kulturreferentin Lydia Hartl: "Das Dokumentationszentrum ist von Seiten der Stadt und des Freistaats auf den Weg gebracht! Wir hoffen jetzt auf eine baldige Beteiligungszusage des Bundes."
Pressemeldung der Landeshauptstadt München, 06.10.2006.
Kulturreferentin Lydia Hartl: "Das Dokumentationszentrum ist von Seiten der Stadt und des Freistaats auf den Weg gebracht! Wir hoffen jetzt auf eine baldige Beteiligungszusage des Bundes."
München. Die Vollversammlung des Stadtrats der Landeshauptstadt München hat heute endgültig die Finanzierung des NS-Dokumentationszentrums beschlossen. Insgesamt wurde ein Bedarf von etwa 34 Millionen Euro ermittelt. Stadt und Freistaat sind sich einig, die Kosten von bis zu 30 Millionen Euro in einer Drittelfinanzierung mit dem Bund zu teilen. Ein Antrag beim Bund wird im Oktober eingereicht. Darüber hinaus gehende Kosten wird die Landeshauptstadt München tragen.
Mit Auftrag des Stadtrats vom 25.07.2006 hat das Kulturreferat ein Nutzerbedarfsprogramm sowie in Zusammenarbeit mit dem Baureferat eine Machbarkeitsstudie entwickelt sowie eine Kostenschätzung vorgelegt. Wichtigstes Ergebnis: Die Realisierung der Einrichtung im Rahmen der konzeptionellen Vorstellungen aller Beteiligten als innovativer Lernort ist am authentischen Ort, auf dem Gelände des ehemaligen "Braunen Hauses", ohne Abstriche an die gewünschte Größenordnung möglich. Der Freistaat wird dafür das Gelände kostenfrei für das Projekt zur Verfügung stellen.
Kulturreferentin Prof. Dr. Dr. Lydia Hartl freut sich: "Dass wir mit diesem auch bundesweit so wichtigen Projekt in so kurzer Zeit tatsächlich so weit kommen würden, war bis vor kurzem noch nicht absehbar. Die Entscheidung des Stadtrats wie auch die Finanzierungszusage des Freistaates ermöglichen nun, dass wir noch im Oktober einen Antrag beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Herrn Staatsminister Neumann, in Berlin stellen können. Damit ist von Seiten der Stadt wie auch des Freistaat das Projekt auf den Weg gebracht! Wir hoffen nun sehr darauf, dass der Bund dieses erinnerungspolitisch bundesweit so bedeutende Projekt unterstützen wird und noch dieses Jahr über eine Beteiligung entscheidet." Ein Drittel der vereinbarten Kosten von bis zu 30 Millionen Euro soll vom Bund getragen werden. Die verbindliche Zusage des Bundes ist für den Freistaat wie auch die Stadt Voraussetzung dafür, dass mit der konkreten Umsetzung des Projekts begonnen werden kann.
Das NS-Dokumentationszentrum wird als innovativer Lern- und Ausstellungsort mit einer umfangreichen, eigenständigen Bildungsarbeit geplant. Von besonderer konzeptioneller Bedeutung ist die Einbeziehung der historischen Topographie im Umfeld des Königplatzes. Die Trägerschaft und den Betrieb des Dokumentationszentrums wird die Landeshauptstadt München übernehmen.

