Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ladislaus Löb und Einführung zu Adolf Eichmann von PD Dr. Irmtrud Wojak
Montag, 20.09.2010, 19:30
Die Israelitische Kultusgemeinde lädt in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Böhlau-Verlag zu einer Buchpräsentation mit Zeitzeugengespräch in das Kulturzentrum am St.-Jakobs-Platz ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Buch „Geschäfte mit dem Teufel. Die Tragödie des Judenretters Reszõ Kasztner“ des Holocaust-Überlebenden Ladislaus Löb. Der Autor gehört zu einer Gruppe jüdischer Männer, Frauen und Kinder, die 1944 durch den ungarischen Juden Rezsõ Kasztner aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen freigekauft wurden. Nach einer Begrüßung durch die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. h. c. Charlotte Knobloch wird die Gründungsdirektorin des NS-Dokumentationszentrums PD Dr. Irmtrud Wojak mit einem Vortrag zu „Adolf Eichmann. Organisator des Völkermords“ in das Thema einführen. Danach stellt Ladislaus Löb sein autobiographisches Buch vor. Darin erinnert er sich an seine Kindheit in einer kleinen antisemitisch geprägten Stadt in Siebenbürgen. Er schildert das Alltagsleben im Konzentrationslager Bergen-Belsen, wohin er im Alter von elf Jahren deportiert wurde, und seine Rettung durch Kasztner: „Mein Buch schildert die Geschichte eines Juden, der den Mut und die Geisteskraft hatte, den nationalsozialistischen Mördern die Stirn zu bieten und Tausende vor einem elenden Tod zu bewahren.“
Im Anschluss an die Buchpräsentation steht der Autor für ein Zeitzeugengespräch zur Verfügung. Die Moderation übernimmt Ellen Presser, Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Karten können unter der Telefonnummer 089 / 202 400-491 vorbestellt oder an der Abendkasse erworben werden.

