Opfer des Nationalsozialismus. Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens
11.05.2006 bis 12.05.2006
Offenes Kunstgespräch im Rahmen von "Ortstermine 2006 - Kunst im öffentlichen Raum"
Opfer des Nationalsozialismus. Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens
Zeitraum:
11. – 12. Mai 2006Ort:
Haus der Kulturinstitute
Meiserstraße 10Veranstalter:
Kulturreferat der Landeshauptstadt MünchenDownload:
Opfer des Nationalsozialismus
Das Erinnern und Gedenken an das während der NS-Zeit begangene Unrecht ist in der Mitte der bundesrepublikanischen Gesellschaft angekommen: Es gibt eine breite Erinnerungskultur, die vielerorts sehr präsent erscheint. Mit ihrer Etablierung geht jedoch die Gefahr einher, dass sich das öffentliche Erinnern an die nationalsozialistischen Verbrechen in bloßen Ritualen erschöpft. Die Erinnerung – künftig von Generationen getragen, die die NS-Zeit nicht selbst erlebt haben – bedarf immer wieder neuer künstlerischer Ausdrucksformen.
An dieser Stelle setzt das Kunstgespräch an und fragt nach zeitgemäßen ästhetischen Ausdrucksformen, die eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der Geschichte und ihrer Vermittlung ermöglichen und zum Weiterdenken auffordern. Wie kann und soll Kunst heute an den Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus erinnern? Wie können neue formen künstlerischer Erinnerungsarbeit für München aussehen?
Im Rahmen der "Ortstermine" als einem bundesweit einmaligen Forum für freie Kunst im öffentlichen Raum plant die Stadt München, die Ergebnisse des Kunstgesprächs aufzugreifen und konzeptionell umzusetzen.

