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Macht und Gesellschaft – Männer und Frauen in der NS-Zeit

Macht und Gesellschaft – Männer und Frauen in der NS-Zeit

Zeitraum:
Tagung am 18./19. Juni 2004

Ort:
Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, Großer Saal

Veranstalterkreis mit Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München:

  • Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Regionalgruppe München
  • Petra-Kelly-Stiftung
  • Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.
  • Insight e.V.
  • Förderverein für internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau e.V.
  • Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München
  • Die Frauenbeauftragte der Universität und der historischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Lagergemeinschaft Dachau e.V.

 

Download:

 

Eine Perspektive für ein künftiges NS-Dokumentationszentrum in München

Die Tagung widmete sich der Fragestellung der Geschlechterdifferenzen im Nationalsozialismus und deren Bedeutung für das künftige NS-Dokumentationszentrum: Wie sah der jeweilige Beitrag der Männer und der Frauen zum Nationalsozialismus aus? Welche Funktionen hatten Frauen für NS-Staat und -Gesellschaft? Welchen Beitrag leisteten sie zur Erhaltung des Herrschaftssystems? Welche Handlungsspielräume, Einwirkungsmöglichkeiten, ihnen offene und ihnen verwehrte Funktionen bestimmten ihre soziale Praxis? Welche Schwerpunkte setzten Frauen in ihrer Beteiligung am Widerstand? - In der öffentlichen und wissenschaftlichen Reflexion der NS-Zeit wird eine solche geschlechterbezogene Perspektive oftmals vernachlässigt. Die Tagung hatte daher den Anspruch das Bewusstsein für diese Lücke schärfen.

Das gesellschaftliche und staatliche System des Nationalsozialismus war von einer massiven Männerdominanz geprägt. Die Tagung stellte daher die Frage, ob dieser Umstand auch eine Bedeutung für diejenigen Menschen hatte, die in diesem System gequält, verfolgt und ermordet wurden. Werden NS-System und NS-Verbrechen auch auf Geschlechterdifferenzen bezogen, so wurde weiter gefragt, welche Funktionen hatten dann Frauen für NS-Staat und -Gesellschaft? Welchen Beitrag leisteten sie zur Erhaltung des Herrschaftssystems? Welche Handlungsspielräume, Einwirkungsmöglichkeiten, ihnen offene und ihnen verwehrte Funktionen bestimmten ihre soziale Praxis? Welche Schwerpunkte setzten Frauen in ihrer Beteiligung am Widerstand?

Die Tagung bezog die angesprochenen Fragen insbesondere auch auf den historischen Ort München als ehemalige "Hauptstadt der Bewegung" und hatte zum Ziel, damit die Diskussion um ein NS-Dokumentationszentrum befruchten.

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