Der Krieg ist aus. Erinnern in München 1945 – 2005
Laufzeit:
01.05. bis 31.07.2005Ort:
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1Veranstalter:
Kulturreferat der Landeshauptstadt München und Münchner Stadtmuseum zusammen mit dem Münchner StadtarchivDownload:
Booklet (pdf)
Am 30. April 1945 erreichten die ersten amerikanischen Soldaten den
Marienplatz. Mit der Übergabe des Rathauses endete die nationalsozialistische
Diktatur in München. Die darauf folgenden Jahre prägten die Menschen
nachhaltig. Sie brannten sich tief in die Erinnerung ein.
Seit Herbst 2004 haben das Münchner Stadtmuseum und das Kulturreferat zusammen mit der Süddeutschen Zeitung Münchnerinnen und Münchner dazu aufgerufen, an der Ausstellung mitzuwirken. Gesucht wurde nach Objekten, die in ganz subjektiver Weise auf den biographischen Einschnitt des Jahres 1945 und dessen Nachwirkungen bis heute Bezug nehmen. Diese Objekte oder „Fundstücke“ sind Anlass, die Jahre nach der Befreiung erneut zu reflektieren. Es wird deutlich, wie stark persönliche Erlebnisse oder auch überlieferte Erzählungen das Bild vom Ende des Zweiten Weltkrieges und das Erinnern heute bestimmen.
Zu dieser kollektiven Erinnerung gehören nicht nur das Wissen über die Not und den Mangel nach 1945, sondern vor allem auch die Verdrängung der NS-Verbrechen, manchmal auch die Scham darüber.
Die Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur und die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen prägen die deutsche Gesellschaft bis heute. Die Objekte der Ausstellung mit ihren ganz persönlichen Geschichten geben einen Eindruck von diesen Prägungen. Sie zeugen davon, wie sich gesellschaftliches Erinnern konstituiert. Sie zeigen auch, wie stark das damals erfahrene Leid der ehemals Verfolgten, übertragen auf Kinder und Kindeskinder, nachwirkt. Und sie machen vor allem deutlich, welche Gegenwärtigkeit dieser Teil unserer Geschichte hat, wie tief verankert in unserem Bewusstsein die nationalsozialistischen Terrorjahre und ihre Folgen heute noch sind.

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